Bens Diät: So habe ich Trockenfutter Schritt für Schritt ersetzt – und warum mir die Umstellung so wichtig war

Es gibt Themen, da bin ich nicht „einfach nur“ konsequent – da bin ich stur vor Liebe. Und genau so ein Thema war bei mir die Futterumstellung von Ben.

Ben kam mit 8,5 kg zu mir. Nicht ein bisschen „pummelig“, sondern wirklich viel zu viel – und er hat lange auf einem Trockenfutter bestanden, das für ihn (und ehrlich gesagt für keine Katze) wirklich gut war. Und gerade weil Ben später auch Harnprobleme hatte, lag mir diese Umstellung so sehr am Herzen.

Und weil solche Themen (gerade bei Katern) leider auch schnell mit Tierarztkosten zusammenhängen können, habe ich mir zusätzlich eine Tierversicherung angeschaut. Meine Erfahrungen dazu (inkl. worauf ich achten würde) findest du hier: Lassie Tierversicherung: meine Erfahrungen.

Inhaltsverzeichnis (klicken)…
Übergewichtiger Kater Ben sitzt im Flur – Maerz 2022, Ausgangspunkt für Bens Diät und die Umstellung weg vom Trockenfutter.
Ben im Maerz 2022: da war er wirklich noch ein kleiner „dicker Klops“ – und für mich der klare Startpunkt, Trockenfutter Schritt für Schritt zu ersetzen.

Denn wenn ich heute auf diesen Weg zurückblicke, dann denke ich oft: Das Futter und das Abnehmen haben ihm wahrscheinlich wirklich das Leben leichter gemacht. Vielleicht sogar gerettet. Zumindest fühlt es sich für mich so an.

Warum ich Trockenfutter bei Ben unbedingt loswerden wollte

Ich weiß: Trockenfutter ist bequem. Es steht da, es riecht „okay“, viele Katzen lieben es – und manche bestehen regelrecht darauf (Hallo Ben). Aber bei Ben waren es gleich mehrere Gründe, warum ich das Thema nicht mehr wegschieben wollte:

1) Katzen brauchen Feuchtigkeit – und Nassfutter liefert sie

Katzen sind von Natur aus keine „viel Trinker“. Viele holen sich ihre Flüssigkeit über die Nahrung.
Nassfutter bringt Feuchtigkeit mit – und das kann gerade bei empfindlichen Katern und Harnproblemen ein riesiger Unterschied sein.

Seit einiger Zeit weiß ich bereits, das Katzen Trockenfutter meiden sollten und Nassfutter dementsprechend die deutlich bessere Wahl ist. Dazu empfehle ich dir gerne diese Artikel:

AniCura: Übergewicht bei Katzen: Warum Feuchtfutter besser sättigt

Tierärztin Dr. Diana Ruf: „Katzenfütterung – trocken oder nass?“

2) Trockenfutter enthält oft viele Kohlenhydrate

Trockenfutter braucht technisch gesehen etwas, das „zusammenhält“. Das sind häufig Kohlenhydrate (z. B. Getreide, Kartoffel, Erbsen usw.).
Nur: Eine Katze braucht das nicht. Kann man gut hier nachlesen bei Vetepedia: „Übergewicht bei Katzen“.
Und Big Ben schon gar nicht – nicht mit seiner Vorgeschichte und nicht mit seinem Gewicht.

3) Bei Ben war klar: Ich will nicht nur „weniger“, ich will „besser“

Ich wollte nicht einfach irgendein anderes Futter. Ich wollte ein Futter, bei dem ich mich wohlfühle, wenn ich es in den Napf lege.
Und für Ben war mir irgendwann wirklich klar: Mir ist nichts anderes gut genug.
Und ja – für die anderen Kater natürlich auch nicht. 😄

Die Realität: Ben wollte kein Nassfutter – Punkt.

Ich wünschte, ich könnte sagen: „Ich habe einmal umgestellt und zack, lief.“
Aber nein. Ben hat anfangs Nassfutter angeschaut wie: „Du meinst das nicht ernst.“

Er hat lange auf sein Trockenfutter bestanden. Und ich musste akzeptieren:
👉 Wenn ich das dauerhaft lösen will, brauche ich Zeit.
Nicht Druck. Nicht „jetzt oder nie“. Sondern eine langsame Umstellung über mehrere Wochen.

Meine Umstellung: langsam, planbar und ohne Drama (okay… mit ein bisschen Drama 😄)

Ich habe mir einen klaren Rahmen gesetzt:

  • Woche 1–2: Nassfutter nur „antesten“ lassen, ohne Erwartungsdruck
  • Woche 3–4: kleine Mengen Nassfutter fest einbauen
  • ab Woche 5: Trockenfutter schrittweise reduzieren
  • immer mit dem Ziel: Ben soll fressen – aber besser.

Wichtig war mir dabei:

  • nicht hungern lassen (das kann bei Katzen nach hinten losgehen)
  • nicht ständig alles wechseln (Ben hasst Chaos)
  • trotzdem konsequent dranbleiben, auch wenn’s zäh ist

Das Schnupperpaket: mehrere Sorten hochwertiges Nassfutter als Start

Was mir extrem geholfen hat, war ein Schnupperpaket mit mehreren Sorten hochwertigem Nassfutter – damit ich testen konnte, was Ben überhaupt akzeptiert.

Mein Anspruch war klar:
99 % Fleischanteil
✅ so wenig „Gedöns“ wie möglich
✅ richtig gute Qualität

Denn ganz ehrlich: Wenn ich bei Ben einmal die Kurve kriege, dann bitte mit einem Futter, das ich wirklich vertreten kann. Falls du es auch mal ausprobieren möchtest, hier findest du das Schnupperpaket für Katzen *.

Damit das im Alltag funktioniert, braucht es bei mir vor allem Routine. Hier ist mein Ablauf am Napf (auch im Mehrkatzenhaushalt): Katzenfutter im Alltag: Meine Routine.

Der Gamechanger: das Futtergewürz

Und jetzt kommt der Moment, an dem ich wirklich sagen kann:
Ohne das Futtergewürz wäre es bei Ben deutlich schwerer geworden.

Ich habe es einfach über das Nassfutter gegeben – und plötzlich hat das Futter so gerochen, dass Ben zumindest nicht mehr so getan hat, als wäre es Pappe.

Dieses „Oh, das riecht ja interessant“-Fenster hat mir geholfen, die Umstellung überhaupt ins Rollen zu bringen. Für mich war das Futtergewürz der kleine Trick, der aus „keine Chance“ langsam „okay… ich probier mal“ gemacht hat.

ANIfit bietet die Gewürze in zwei „Geschmacksrichtungen“ an, einmal als „Fleisch-Gewürz“ und dann als „Fisch-Gewürz“, beide fand der Ben super lecker. Ich habe diese mal zu einem Paket hier vorbereitet -> Fleisch-Fisch Gewürze *.

Gewicht & Wohlbefinden: was sich bei Ben verändert hat

Ben wiegt heute ungefähr 6,1 kg. Und ja: Das war Arbeit. Wochen, Monate, Geduld, Dranbleiben – und ehrlich gesagt auch ein paar Momente, in denen ich dachte: „Ben, bitte… nur einen Schritt mit mir.“ 😄

Als Ben zu mir kam, habe ich ihn liebevoll oft mein „Sofakissen“ genannt. Nicht böse – eher, weil er wirklich viel gelegen hat. Er war da, er war süß, er war Chef… aber aktiv? Eher nicht.

Und dann kam die Futterumstellung. Und mit ihr hat sich etwas verändert, das mich bis heute jedes Mal freut, wenn ich es sehe:

  • Ben ist deutlich agiler geworden
  • er läuft Treppe rauf, Treppe runter, als wäre das das Normalste der Welt
  • und das Beste: Er kann sogar auf den Kamin springen – und wenn man weiß, wo wir gestartet sind, ist das einfach ein riesiger Moment.

Das ist für mich ein wahnsinniger Erfolg. Nicht nur auf der Waage, sondern im Alltag.
Denn ich glaube wirklich: Die bessere Ernährung und die Abnahme haben bei Ben nicht nur „Zahlen verändert“, sondern seinen ganzen Körper entlastet – und ihm wieder Lust auf Bewegung geschenkt.

Was ich dir mitgeben möchte, wenn du auch umstellen willst

Wenn du gerade selbst mit deiner Katze an diesem Punkt bist (Trockenfutter-Fan, Nassfutter wird ignoriert), dann das hier:

Mach es langsam.
Mach es planbar.
Bleib dran – aber ohne Kampf.
✅ Und hol dir ruhig kleine Helfer dazu, wenn’s nötig ist (wie bei mir das Futtergewürz).

Gerade bei Katern und Harn-Themen kann eine bessere Fütterung wirklich ein Gamechanger sein – und wenn ich mir Ben anschaue, dann weiß ich: Es lohnt sich.

Und wenn du Bens ganze Geschichte willst…

Ich habe den kompletten Weg mit allen Höhen und Tiefen festgehalten – weil das nicht nur „Futter wechseln“ war, sondern ein echter Prozess.

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